Präventionsveranstaltung in Zusammenarbeit mit der Polizei Flensburg zum Thema „Neue Medien“


Das Ungewöhnliche an dieser 90-minütigen Präventionsveranstaltung zum Thema „Neue Medien“ ist vielleicht, dass keine eingesetzt werden! Der Focusliegt bei dieser Veranstaltung vielmehr auf der Kommunikation mit den SchülerInnen über das Thema. Nach einer kurzen Vorstellungsphase wird mit den SchülerInnen besprochen, wie Kommunikation mit Freunden in der Zeit stattfand, bevor es Smartphones gab (Telefonieren in der Telefonzelle, einen Brief oder eine Postkarte schreiben).

Heute kommunizieren Jugendliche mithilfe ihrer Smartphones. Doch nicht nur Kommunikation ist mit diesem Medium möglich! Mit den SchülerInnen erfolgt eine Aufzählung von Gegenständen, die man früher hätte dabei haben müssen, um die Leistung eines heutigen Smartphones nutzen zu können. Dazu wird ein virtueller Karton auf den Tisch gestellt und mit den erforderlichen Gegenständen befüllt. Ziel ist es, dass die Jugendlichen erkennen, wie unglaublich viel das Smartphone leisten kann.

Anschließend wird mit den SchülerInnen über ein angemessenes Nutzerverhalten gesprochen. Muss ich stets und ständig erreichbar sein? Bin ich verpflichtet, zu jeder Zeit und an jedem Ort jede Nachricht zu beantworten, oder nehme ich mir nicht selbst dadurch das Recht, auch einmal zu entspannen? In diesem Zusammenhang wird auch das Thema Internetsucht angesprochen.

Ulf Hansen von der Polizei Flensburg (Stabsbereich Prävention) leitet neben seinem Kollegen Gernot Straßenburg die Veranstaltung

Ein weiterer großer Themenkomplex dieser Veranstaltung sind die Sozialen Netzwerke wie Facebook und/oder dem Messaging-Dienst Whatsapp. Wie verhalte ich mich, wenn eine fremde Person mit mir Kontakt aufnimmt? Was müssen andere überhaupt von mir wissen? Habe ich ein Recht am eigenen Bild/am eigenen Ton? Wie kann ich Mobbingopfern helfen?
Es wird des Weiteren mit den SchülerInnen darüber gesprochen, wie sinnvoll die Kommunikation über die Sozialen Medien ist, wenn Konflikte bestehen. Missverständnisse zwischenmenschlicher Art entstehen häufig aufgrund von fehlender Mimik, fehlenden Tonfalls und/oder falscher bzw. gar keiner Zeichensetzung. Grundsätzlich ist es daher besser, anzurufen und/oder sich persönlich zu treffen, um Probleme anzusprechen.
Ziel der gesamten Veranstaltung ist es, die Jugendlichen zu einem verantwortungsvollen Umgang mit den Neuen Medien zu befähigen. Es geht darum, Achtsamkeit zu üben, aber keine Verbote auszusprechen! Die Jugendlichen werden zudem aufgefordert, bei Problemen mit den Neuen Medien mit Eltern, MitschülerInnen, LehrerInnen oder dem Schulsozialarbeiter zu sprechen. Die Internetseite „Hast-du-Stress.de“ kann dabei helfen, geeignete Beratungsstellen zu finden und diese zu kontaktieren.

Die Veranstaltung ist für die SchülerInnen kostenlos.

Nadine Emmerling (Koordinatorin für Präventionsarbeit)